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Geschichten und Legenden über Das Segensfest - Lore & Chronicles - Ryzom Community ForumHomeGast

Lore & Chronicles


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#18 Mehrsprachig 

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Geschichte von Krill - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)


Fische von den Seen

*nimmt einen guten Schluck Bier, um die Kehle anzufeuchten und steht auf*

Ich werde euch eine Geschichte über die Seen erzählen.
Eine Geschichte über Fische, genauer gesagt.

Dazu muss gesagt werden, dass die Fische der Seen die Angewohnheit haben, durchziehende Homins zu beobachten. Vorwiegend schwimmende Homins. Gelegentlich auch Homins auf dem Rücken von Mektoubs.

Oh la la ... und betrunkene Homins auch ... ach übrigens ...

*nimmt ein neues Glas voll Bier*

Kurz gesagt: Die Fische kennen die Homins sehr gut. Sie beobachteten auch seit langem die erleuchteten Bäume und glänzenden Dinge, welche von Zeit zu Zeit dort aufblühen.

Eines Tages beschlossen sie, genau wie alle anderen das Atysmasbaumfest** zu feiern.
**(auch Segensfest genannt, Anm. d. Übersetzungsbüros für Hominsprachen)

Also setzten sie sich rote Algenstücke auf den Kopf. Sie wussten nicht, wozu, doch die Yubos taten das, also musste es wichtig sein. Und sie wollten einen Baum dekorieren.

*trinkt noch einen Schluck und schaut die plötzlich leere Flasche an*
Hat sich hier ein Lutrykin bedient?
*steckt die leere Flasche in seinen Beutel und nimmt unbesehen eine neue*


Die Fische fanden glänzende Muscheln.
Sie fanden Girlanden aus Algen.
Sie fanden seltsame Dinge auf dem Seegrund,
welche Homins verloren hatten.
Aber sie fanden keinen Atysmasbaum.

*nimmt ein Schlückchen aus der Flasche und hustet*
Das ist Shooki-Schnaps! Ich hatte keinen Shooki-Schnaps bestellt!
*schaut die Flasche mit böser Miene an und nimmt dann trotzdem ein Schlückchen*


Die Fische versuchten verschiedene große Algen zu dekorieren aber ... es war nicht dasselbe. Da waren die Fische sehr enttäuscht.
Sie hatten sogar ein Fass Bier gefunden und sie hofften wirklich, sie könnten ein richtiges Atysmasbaumfest feiern wie die Homins. Aber ohne Baum ...

*schlürft seinen Shooki-Schnaps*
Das ist wirklich nicht schlecht, das Zeug. Es ist kein Bier, aber ...
*schlürft noch ein bisschen mehr*


Was sagte ich gerade?
Ah ja ... Die Fische waren sehr enttäuscht.
Sie versammelten sich am Seegrund bei den Städten der Homins und schauten trübselig auf die Atysmasbäume.

*leert die Shooki-Schnapsflasche*
Hui ... Schon wieder leer?
*steckt die leere Flasche weg und holt eine neue aus dem Beutel*
*kontrolliert das Etikett, lächelt und setzt seine Geschichte fort*


Da sah der der Geist des Atysmasbaumfestes die armen Fische, und er sagte sich, dass es nicht gerecht wäre, wenn sich die Fische nicht auch an dem Fest erfreuen könnten.
Er setzte sich unerkannt zu ihnen und fragte: "Und wenn wir nun alle unsere Dekorationen nehmen würden und sie in die großen Tiefen bringen würden, in der Region, welche die Homins Tautropfen nennen?"
Dann verschwand der Geist des Atysmasbaumfestes wieder.

Die Fische schauten sich an und fragten sich, wer da gesprochen habe. Aber schließlich, weil sie sonst nichts zu tun hatten außer weiter ihre Runden im Wasser zu drehen, machten sie sich auf nach Tautropfen. Sie suchten und suchten und suchten.

*trinkt einen Schluck Bier*

Uns sie fanden schließlich einen Baum.
Ein Baum, genau so, wie er sein sollte. Zwar war es nicht direkt ein Atysmasbaum.
Aber es war ein Baum am Grunde des Sees: Ein Baum, den nur die Fische schmücken konnten.
Wenn ihr nach Tautropfen kommt, könnt ihr vielleicht den Baum dort sehen.
Und wenn ihr wirklich gute Augen habt und es ist die richtige Zeit, vielleicht seht ihr dann die Fische, wie sie rund um den Baum feiern.

*setzt sich wieder hin*
*brummelt*
Und ich war wirklich nicht betrunken an jenem Tag dort ...

#19 Mehrsprachig 

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Abzählreim, gesungen von Krill - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)


Schneehomin

*steht auf und legt die Hände auf den Rücken*
*rezitiert mit kindlicher Stimme*

Durch die Nacht des Atysmasbaumfestes läuft ein großer weißer Homin
Er ist ein Schneehomin, mit einer Karotte auf der Nase
Ein großer Schneehomin, verfolgt von der Kälte
Er erreicht Pyr
Sieht das Licht und ist beruhigt
In die Schmiede tritt er, ohne anzuklopfen
Um sich zu wärmen, tritt er zu den Feuern
Und im nächsten Augenblick ...
ist er weg!
Lässt nichts zurück außer seiner Karotte, inmitten einer Wasserpfütze
Lässt nichts zurück außer seiner Karotte, und dazu seinen großen Hut

Das war's.
Dies ist von einem Matis-Dichter der sich Jak' Prever nannte.

#20 Mehrsprachig 

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Geschichte erzählt von Wasari - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)



Asche und Bernstein

Als der alte Bernsteinbuddler fühlte, dass sein Samen zerstört werden würde, rief er seine Tochter, ein hübsches und gescheites Mädchen, an sein Bett. Die kleine Trykerin befürchtete das Schlimmste, ging es ihrem Vater doch seit Wochen von Tag zu Tag schlechter. Zu oft hatte er die schädlichen Gase eingeatmet, die aufgrund seiner aggressiven Buddelei immer wieder entstanden.

Mit brüchiger Stimme sprach er zu ihr: „Mein liebes Kind, da es mit mir zu Ende geht, möchte ich dir diese drei besonders schönen Bernsteine geben. Bewahre sie gut, denn eines Tages könnten sie dir zu deinem größten Glück verhelfen.“ Traurig nahm sie die Bernsteine in Empfang, und während der Alte sein Leben aushauchte, nahmen sie Abschied voneinander.

Nun hatte sie für die Pflege ihres Vaters und für die unzähligen Heilversuche von ernstzunehmenden Heilern und auch von manchem Scharlatan nicht nur sämtliche Ersparnisse aufgebraucht, sondern sich auch hoch verschuldet. Diese Schulden musste sie nun abarbeiten.

Nun hatte sie auch noch das Pech, dass sich ihre Gläubigerin an ihrem Unglück weidete und sie die allerniedrigsten Arbeiten verrichten ließ. Sie war die erste im Haus, die aufstand und dann putzte, wusch und kochte. Manchmal musste sie die aberwitzigsten Aufträge ausführen, nur damit sie gezeigt bekam, wo ihr Platz war. Spätabends fiel sie dann todmüde auf ihr zerschlissenes Lager direkt vor dem Ofen, wo es trotz ihrer Bemühungen um Reinlichkeit von der Asche immer etwas schmuddelig war.

Irgendwann hatte sie es auf ihrem Lager etwas kuscheliger, da sie während einer ihrer Besorgungen ein Shalahjunges vor gefräßigen Torbaks retten konnte, das ihr fortan nicht von der Seite wich. Warum ihre Herrschaft nichts dagegen sagte, werden wir wohl nie erfahren.

Die Erlebnisse des Tages spiegelten sich in ihren intensiven und lebhaften Träumen wieder. Die harte Arbeit, das harte Lager und auch, wie sie unter Einsatz ihres Lebens auf ihren Wegen wehrlose Tiere vor gefährlichen Raubtieren rettete. Ihr größter Traum jedoch war es, auf dem Ball anlässlich des Segensfestes zu tanzen und die Sorgen ihres Alltages hinter sich zu lassen.

Die Bernsteine ihres Vaters hätten mit ihrem Wert diese schwere Zeit wohl sofort beenden können, aber sie hätte sie um nichts in der Welt weggegeben. Daher trug sie die wertvollen Stücke stets nah bei ihrem Herzen, stets darauf bedacht, dass niemand sie zu sehen bekam.

Als sich das Segensfest näherte, nahm sie all ihren Mut zusammen und fragte zaghaft nach, ob sie denn bei den Dekorationsarbeiten für den Ball helfen dürfe. Sie hätte wohl nicht genug Arbeit, bekam sie zu hören, und schon war eine große Schale mit Samen in die kalte Asche entleert. Wenn diese Samen sich wieder in der Schale befänden, könne sie gehen.

Verzweiflung ergriff sie. Das war nicht rechtzeitig zu schaffen. Nach Trost suchend sah sie sich nach ihrem Kuschelwuschel um, wie sie den Shalah getauft hatte. Der Kleine war nirgendwo zu finden und sie fühlte sich so einsam wie noch nie zuvor.

Plötzlich hörte sie ein Kratzen an der Tür und als sie nachsah, stand dort ihr treuer Begleiter mit allerlei Tieren, die sie irgendwann gerettet hatte. Die Schar versammelte sich still um die Asche und stand bis auf die Stege hinaus und wie durch Geisterhand füllte sich die Schale langsam aber stetig mit den Samen.

Als das Werk vollbracht war, war es schon recht spät und so machte sie sich im Laufschritt auf zum Ballsaal. In ihrer Angst zu spät dran zu sein riss sie die Tür auf und rempelte ein stattliches, männliches Exemplar von einem Tryker an. Sie hätte nicht sagen könnten, ob ihr der Atem vom Zusammenprall stockte oder von Anblick dieses Mannes. Das Auffälligste war die rote, maskenhafte Tätowierung um die Augen. Als sie sich viel später am Abend zum Schlafen hinlegte, musste sie immer noch an diese Begegnung denken.

Der Trykerprinz, denn um diesen handelte es sich bei dem Angerempelten, wusste gar nicht so recht, wie ihm geschah. Auf dem nicht allzu hell erleuchteten Steg konnte er nicht genau erkennen, wer sich nach dem Zusammenstoß mit einem Murmeln entschuldigte und hastig verschwand. Die Homina hatte allerdings etwas verloren. Er bückte sich und fand drei außergewöhnliche Bernsteine.

Zuhause angekommen, legte er die Bernsteine auf ein Tischchen bei seinem Bett und er ging auch gleich schlafen.

In dieser Nacht hatte er einen merkwürdigen Traum. Eine junge Frau arbeitete so hart, wie er es noch nie von einem Homin gesehen hatte. Sie erhielt Anweisungen, die zum großen Teil die reinste Schikane waren. Ihr Durchhaltevermögen und ihre Energie beeindruckten ihn sehr.

In der folgenden Nacht träumte er von derselben Trykerin. Er sah, wie sie sich geschickt mit ihrer Pike eines Torbaks erwehrte. In nächster Nähe hockte ein verletztes Shalahjunges. Als die kleine Homina den großen Torbak erlegt hatte, kümmerte sie sich um den Shalah und schließlich folgte ihr der Kleine. Er sah, wie sie ihre kargen Mahlzeiten mit dem Tier teilte und wie sich das Junge auf dem Nachtlager an sie kuschelte und sie wärmte.

Habe ich schon erwähnt, dass der Prinz außergewöhnlich tierlieb war und welches sein Lieblingstier war?

Im Traum der dritten Nacht sah er die junge Frau tanzend auf dem Segensfestball und damit war es endgültig um ihn geschehen. Sie sah dabei so strahlend und glücklich aus. Er musste sie einfach kennenlernen.

So begann er sie zu suchen und zuallererst in der Gegend, wo sie zusammengestoßen waren. Er ging von Tür zu Tür und fragte überall nach der Frau aus seinen Träumen. An jeder Tür wurde er enttäuscht.

Er begann schon am Erfolg seiner Suche zu zweifeln, als er am Abend vor dem Segensfest besonders schroff abgewiesen wurde, und er hatte sich bereits zum Gehen gewandt, als die Bernsteine in seiner Tasche auf einmal wärmer wurden, und das mit jedem Schritt, den er sich weiter entfernte.

Also klopfte er nochmal an die Tür und drängte sich an der unfreundlichen Frau vorbei. Er erkannte sofort das Lager beim Ofen und sah dann auch den kleinen Shalah.

Die kleine Trykerin konnte gar nicht glauben, wen sie da in das Zimmer drängen sah. Sie zog sich in die dunkelste Ecke zurück und versteckte sich hinter ihrem Kuschelwuschel. Zielstrebig kam der gutaussehende Homin auf sie zu, verbeugte sich vor ihr und sagte: „Würdest du mir die Ehre erweisen, mich morgen zum Segensfestball zu begleiten?“

Bevor sie sich besinnen und antworten konnte, tönte es aus Richtung der Tür, dass das nicht gehe, da sie ihre Schulden abarbeiten müsse. Der Prinz fragte nur: „Wieviel?“. Nach zähen Verhandlungen hatte er die Frau aus seinen Träumen ausgelöst.

Auf dem Ball tanzten die beiden die ganze Nacht hindurch, und wenn er in ihre Augen sah, fühlte er sich so glücklich, wie sie aussah.

Das Ende könnt ihr euch vielleicht denken.

Zuletzt geändert von Lutrykin Storyteller (vor 1 Monat)

#21 Mehrsprachig 

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Eoles Wiegenlied - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)


Rote Nase

Wenn der Schnee das schöne Atys bedeckt, und die Atysmasyubos über das Land ziehen, kann man den Wind hören in der Nacht, wie er von ihm spricht.

Die anderen nannten ihn "Rote Nase", und er war so niedlich, dieser kleine Yubo mit seiner roten Nase, rot wie eine Lampe. Seine kleine rote Nase brachte sie zum Lachen, und man machte sich oft lustig über ihn. Man sagte, Rote Nase genösse das Trinken etwas zu viel. ;)

Aber eine gute Fee, die ihn eines Abends in der Dunkelheit weinen hörte, kam ihn zu trösten, und sagte: "Du wirst sehen!".

Als seine Yubobrüder ihn dann fliegen sahen, so leicht durch die Luft, einen Regen von Geschenken über das Land verteilend, majestätisch den großen Schlitten ziehend; nun, ich kann erzählen, dass sie diesmal neidisch waren auf seine rote Nase!

#22 Mehrsprachig 

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Geschichte erzählt von Anyume - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)


Der freundliche Gibbaï

Das ist die Geschichte eines freundlichen Gibbaïs.

Ja, die Gibbaïs sind meist unhöflich, ungewaschen und etwas brutal, aber wenn sie mit offenen Armen auf dich zulaufen, dann wollen sie dich umarmen.
Doch wir Homins mögen keine Umarmungen von Gibbaïs.

Dieser Gibbaï war noch viel lieber als die anderen.
Er träumte davon, umarmt, liebgehabt, gestreichelt und entlaust zu werden.
Immer, wenn er Homins friedlich ernten sah, oder beim Picknick im Dschungel, ging er heran und grüßte sie, in der Hoffnung, dass sie ihn einladen würden, um an ihren Aktivitäten teilzunehmen.
Aber wenn sie ihn sahen, flohen die Homins, oder warfen gar mit spitzen Waffen nach ihm.

Darüber war der Gibbaï sehr traurig.

Einmal versuchte er sogar, sich rot einzufärben, weil die Homins manchmal die roten Gibbais trafen, aber er fand heraus, dass sie auch die roten Gibbaïs nicht umarmten.
Außerdem vertrug sich das Rot nicht gut mit dem schwarzen Fell.

An einem Atysmasabend hörte er Lachen und Singen.
Er näherte sich und sah eine Anzahl Homins versammelt sitzen, um der Geschichte einer Fyra zu lauschen.
Ohne einen Laut zu machen, ging er näher heran, um besser hören zu können.

Niemand sah, dass er da war.

Ganz allein auf der Welt, allein und traurig, versuchte er einen Moment zu glauben, dass er wirklich mit ihnen zusammen war.

Er ging, bevor einer der Homins ihn bemerkte. Er hätte nicht gewollt, dass dieser Augenblick des Friedens in Waffengewalt endete.

Ich widme diese Geschichte allen Gibbaïs, die ungeachtet ihrer brutalen Manieren und ihrer sozialen Unerwünschtheit manchmal Freude haben an Träumen und Freundlichkeit, ohne das jemals mit anderen teilen zu können.

#23 Mehrsprachig 

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Geschichte erzählt von Eoda - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)


Der junge Jäger

Dies ist die Geschichte eines jungen Homins.
Er war ein Jäger. Allerdings war er nicht zum Vergnügen auf der Jagd.
Er jagte, um zu Essen zu haben, für Felle die er verkaufen konnte, und um seine Kleidung und Werkzeuge herzustellen.

An einem Atysmasabend war der junge Jäger traurig, weil die Saison nicht gut gelaufen war und er kein Geld verdient hatte.
Er war nicht in der Lage, seiner Familie etwas zu schenken, so entschied er sich auf die Jagd zu gehen, trotz Schnee und Kälte, um etwas anbieten zu können.

Nach einer Stunde Ausschau entdeckte der junge Homin endlich eine seltsame Kreatur, die aussah wie ein Yubo ... mit Hörnern .
Der Jäger war überrascht, aber es war der Abend vor Atysmas, und er wollte seiner Familie etwas bieten können.
So blieb er geduckt verborgen, bis die Kreatur näherkam ... Und er sprang auf sie zu, als sie nahe genug heran war!

"Halt!", rief der Yubo. Der Jäger hielt überrascht inne . "Ich bin einer der vielen Yubos von Atysmas, ich bin hier, um Freude und gute Laune an diesem Abend zu bringen!"
Die Homin seufzte : " Ach, ich bin ein Jäger, und das Jahr war hart. Ich möchte Geschenke machen, kann mir aber keine leisten."
"Daher will ich etwas mit meinen eigenen Händen herstellen, aber alle Tiere haben sich vor der Kälte versteckt ... "

Seine Not verstehend, winkte der Yubo dem Jäger, ihm zu folgen, was dieser tat, seine Trauer zurückhaltend.
Gemeinsam gingen sie und fanden den letzten Hausierer, der noch etwas zu verkaufen hatte, und der Yubo ließ den Jäger eine einfache Spitzhacke für ein paar Dapper kaufen.
Dann führte der Yubo den Jäger zu einer großen Lichtung , wo er zu graben begann.
Verblüfft ahmte der Jäger den gehörnten Yubo nach, und bald entdeckte er, dass der Boden voll von Ressourcen war.

Zusammen ernteten sie genug, so dass der Jäger Kleidung und Schmuck für seine Familie herstellen konnte.

Um dem Atsmasyubo zu danken, beschloss der junge Homin, nie wieder das Leben eines Tieres zu nehmen, und er wurde Ernter.

#24 Mehrsprachig 

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Geschichte erzählt von Freyr - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2576 (12.22.2013)


Legende

Dies ist eine Legende, die ich hörte.

Es heisst, dass selbst die großen Banditen den Geist von Atysmas fürchten, sodass sie sich einmal im Jahr an einem geheimen Ort auf Atys versammeln und versuchen, den Geist zu finden.

Aber bis jetzt waren sie nicht in der Lage, ihn zu finden, denn der Geist ist schnell und lässt nur Schnee zurück.

Der Grund für ihr Handeln ist, dass sie so wütend auf die Homins sind ... weil sie glauben, dass der Geist von Atysmas diese jedes Jahr immer mehr liebt und überall auf Atys Geschenke für sie hinterlässt, aber nicht für die Banditen.

Diese, nebenbei gesagt, wurden Nomaden genannt, aber da sie nicht glaubten, dass es den Geist von Atysmas gibt, haben sie Atysmas nicht gefeiert, und so wurde es dunkel in ihrer Seele und sie verwandelten sich in Banditen.

Auf der anderen Seite ist es so, dass der Geist immer bis zum heutigen Tag noch hofft, dass sie den Funken der Tugend finden, und wenn sie es tun, werden sie endlich die Geschenke finden, die über ganz Atys verstreut sind, und am Lachen und Glück von Atysmas mit allen Homins teilhaben.

#25 Mehrsprachig 

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Geschichte erzählt von Geschichtenerzähler Lutrykin - Versammlung zum Segensfest-Geschichtenabend im Jena Jahr 2591 (12.26.2016)

Eukisses Hut
Warum Mektoub-Reittiere zum Segensfest rote Mützen tragen.

Vor langer, langer Zeit, noch in den alten Landen, sogar noch vor der Gründung von Coriolus oder Zoran, als Homins in kleinen Dörfern lebten, gab es eine junge Fyros-Homina, die in einem Dorf in der Wüste lebte.

Diese Homina, welche Eukisse hieß, war eine Waise, die von dem gesamten Dorf groß gezogen wurde, um ihre Eltern zu ehren.

Sie hat viel erforscht und viel über die verschiedenen Fasern gelernt, die sie in der Wüste ernten konnte. Wie man sie kämmte, wie man sie spann und wie man Faden und Garn herstellte.

Eukisse kannte auch sämtliche Farben, mit denen sie die Fasern einfärben konnte, wie man sie anmischte und sie mit anderen Farben kombinierte. Sie erschuf viele neue Farben.

Sie konnte außerdem jede Art von Kleidungsstücken, Socken, Handschuhe, Westen und Hüte, herstellen und sie machte das in all den Farben, die sie in der Lage war zu erzeugen.

Weil sie so mit Spinnen, Färben und Stricken beschäftigt war, hatte sie nicht viel Zeit um Freunde zu finden.

Wenn sie ein bisschen Zeit hatte und versuchte sich den anderen Kindern des Dorfes anzunähern, zeigten diese auf sie, lachten und sagten: "Kisse, kisse, spiel mit deiner Pisse."

Wie wir alle wissen, ist Yubo-Urin eine wichtige Zutat damit Farben richtig aussehen. Allerdings können Kinder sehr grausam sein.

Eines Tages fand Eukisse ein Rezept für eine Farbe, die so ein strahlendes Rot war, dass man meinte sie leuchte, wenn man sie auf Anete-Fasern auftrug.

Sie strickte einen Hut aus den leuchtend roten Anete-Fasern, setzte ihn sich auf den Kopf und ging zum Dorfplatz, um ihn zur Schau zu stellen. Aber die anderen Kinder machten sich über sie lustig und sagten, dass ein leuchtender Hut nur Raubtiere anlocken würde.

Nun nahte die Zeit des Segensfestes und jedes Kind freute sich auf die Geschenke, die Sint (der Segensfestmann) ihnen bringen würde.

In der Nacht vor dem Segensfest, sagte sie ihre Gebete auf und steckte sich selbst ins Bett, um bis zum nächsten Morgen zu schlafen. Ein Staubsturm kam auf und der Wind blies stark, aber ihre Hütte war stabil und sie hatte keine Angst.

Als sie gerade beim einschlafen war, klopfte es an der Tür ihrer Hütte. Sie legte sich eine Decke über die Schultern und öffnete die Tür.

Da stand der Segensfestmann selbst. Hinter ihm waren sein Mektoub-Reittier und sein Zug von Packtieren, jedes mit Geschenken beladen. Eukisse konnte sie kaum, durch den Staub hindurch, erkennen.

"Eukisse, wirst du mir deinen leuchtenden Hut leihen? Der Staub ist so undurchdringlich, dass ich mehr Licht brauche, um meine Packtiere zu leiten damit ich die Geschenke ausliefern kann."

Selbstverständlich war Eukisse froh dies zu tun, aber der Segensfestmann war enttäuscht. "Er muss auf den Kopf meines Reittiers passen. Dieser ist zu klein."

Blitzartig ergriff Eukisse ihre Stricknadeln und strickte mit dem leuchtenden Garn so schnell sie konnte. In weniger Zeit als es braucht davon zu erzählen, hatte sie einen Hut in Mektoub-Größe hergestellt, der in der Dunkelheit des Staubsturmes strahlend leuchtete.

Der Segensfestmann lieferte in dieser Nacht, dank des leuchtenden Hutes, alle seine Geschenke aus. Das letzte Geschenk war für Eukisse, ein neuer Satz der glänzendsten Stricknadeln die sie je gesehen hat.

Seitdem tragen Mektoub-Reittiere in der Zeit des Segensfestes rote Hüte, um an die Zeit zu erinnern, als Eukisse das Segensfest mit einem roten Hut rettete.

Epilog: Die Kinder des Dorfes luden sie nie ein um mit ihr zu spielen. Kinder können grausam sein.
Allerdings heiratete Eukisse schließlich einen gut aussehenden Homin, der ihre Begabung erkannte, selbst wenn sie nicht beliebt war, und sie waren ihr gesamtes Leben zusammen glücklich.

Zuletzt geändert von Lutrykin Storyteller (vor 1 Monat)

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