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#1 [de] 

Einfach so aus heiterem Himmel:
Diese Sand-Diskussion muss nochmals geführt werden, da immerwieder Leute meinen: NEIN! Die Wüste besteht nur aus Sägemehl/Holzstaub und Hautschüppchen.
Es gibt Schalen zu buddeln. Woraus bestehen diese? Aus Holz?
Es gibt Krustentiere zu jagen. Woraus bestehen deren Krusten? Aus Holz?
Woraus besteht das Skelett von Tieren und Homins? Aus Holz?
Ich denke es ist durchaus möglich, dass die Ablagerungen dieser toten Tiere (Muscheln, Panzer, Knochen, Perlen...) durchaus auch ihren Beitrag in der Erde und auch natürlich dem Wüstensand bilden (genauso wie Hautschüppchen...).
Deshalb sollte anerkannt werden, dass der Sand tatsächlich auch "Sand" sein kann.
Die allwissende Wikipediahalde meint zwar, dass Sand eigentlich aus "richtigem" Gestein besteht aber es durchaus auch Sand aus Überresten von Lebewesen gibt:
Als Sonderfall ist Sand zu sehen, der aus den Überresten abgestorbener Lebewesen gebildet wurde, beispielsweise Muscheln oder Korallen. In geologischen Zeiträumen betrachtet, ist dieser Sand sehr kurzlebig, da die Einzelkörner während der Diagenese normalerweise so stark verändert werden, dass sie nach einer erneuten Heraushebung und Erosion nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form in Erscheinung treten können.

Gibt es wirklich kein Gestein auf Atys oder nur keine "Metalle"?

#2 [de] 

Ein interessantes Thema!

Du hast schon ganz recht, denke ich - besonders im Seenland kommen mir ja die Strukturen der Klippen sehr ähnlich wie Korallen vor! Und es gibt da ja auch recht viele Muscheln knapp unter der Wasseroberfläche, die man gut sehen kann, wenn man da knapp vorbeischwimmt. Auch werden bestimmt alte Knochen und andere Boden-Materialien ganz sicherlich als Staub unter den Sand gemischt vorkommen. Und womöglich auch Salze verschiedener Herkunft?
Sand-ABC
Wer einmal einen Sandstrand an Nord- oder Ostsee "unter die Lupe" genommen hat, wird festgestellt haben, dass der Meeressand neben Gesteinspartikeln auch Fragmente von Schalen oder Gehäusen von Muscheln, Schnecken etc. enthält, die meist aus Kalk aufgebaut sind, den die Organismen dem Meerwasser entzogen haben. Eine spezielle Art von Sand, der fast ausschließlich aus Kalkpartikeln besteht, findet sich auf den Bahamas und anderen Karibik-Inseln. Der sogenannte Karbonatsand enthält neben Schalenbruchstücken auch unzählige kleine Ooide, Kalkkügelchen, die im warmen Flachwasser auskristallisieren. Noch exotischere Kristallisationsprodukte finden sich im US-Bundesstaat New Mexico. Die Dünen der White Sands bestehen aus zusammengewehten Gipskristallen, die bei der Verdunstung eines ehemaligen Salzsees entstanden waren.
Quelle: http://www.sand-abc.de/sand/sand.htm

Was die Geologie von Atys angeht, so ist zu bemerken, daß sich im Inneren von Atys der "Core" befindet; über den offenbar dann pflanzliche Schichten wachsen. Man kann nur spekulieren, ob es sich beim Kern von Atys um einen Planeten handelt, wie wir ihn kennen - mit eben allen möglichen Gesteinen und auch Metallen drin. Das ist aber natürlich jetzt eine reine OOC-Information, als Charakter würde ich das nicht wissen ;) Nur über die Erzählung / Behauptung von Nung Horongi haben unsere Charaktere erfahren, daß Muang Hoi-Gi einst unter die tiefsten Urwurzeln hinabgestiegen sein soll und dort "Atys selbst" fand.

Last edited by Zhoi (1 decade ago)

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#3 [de] 

Es gibt dazu auch noch Bruchstücke einer alten Lore von Ryzom über eine "grüne Katastrophe", die die Überwucherung des ursprünglichen Planeten verursacht haben soll, welche zu Beta-Zeiten 2004 noch verbreitet war - zu einer Zeit, als die (Ingame-)Kamis auf Atys noch selbst von ihrer Göttin Jena erzählten (!) und Ma-Duk unbekannt war :D Wir können das also heute leider nicht mehr als Teil des aktuellen RP-Hintergrunds sehen. Ich erzähl's aber trotzdem, weil's so schön ist ;)

Ein Teil der Legende lautet so: der "Große Mentor", der das Weltall schuf, benötigte Techniker und Gelehrte, die ihm bei der Aufgabe helfen sollten, die Welt in Ordnung zu halten und sein Meisterwerk bis ins Detail zu perfektionieren. Dafür erschuf er die Matis nach seinem Abbild und gab ihnen auch sein Genie, um die Kräfte der Natur nach ihrem Willen zu bändigen. Zu dieser Zeit waren die Matis unsterblich.

Die Karavan-Technologie stammte ursprünglich von den ersten Matis, und der Große Mentor benutzte diese Techniken, um die Matis von Planet zu Planet zu transportieren. Die Matis erschufen auch die Karavan selbst, um mit ihrer Hilfe schneller reisen zu können und beschützten sie - heute haben die Karavan leider die Identität ihrer früheren Meister und ihren Platz in der Hierarchie vergessen.

Im Zeitalter des Samens reisten die Matis durch die Galaxie, um für viele Zyklen die Arbeit des Mentors zu vervollkommnen. Als sie den fernen Planet Atys erreichten, erwählten sie ihn als einen der zentralen Punkte der Schöpfung des Großen Mentors. Um die Planeten kreisten vom Großen Mentor eingerichtete Trabanten und Asteroiden, die das Wachstum der Planeten überwachten. Dort gab es eine der seltensten Ressourcen: schwarze Keime.

Die Matis zogen eine Form reiner Energie von diesen Hütern, die ihnen ermöglichte, die Materie zu zähmen - diese Energie trug Bewußtsein und wurde Kami genannt. Die Kami wurden von den Matis als Aufseher des Planeten eingesetzt. Alles Pflanzenleben und auch tierische Leben auf Atys wurde von den Matis erschaffen. Matis formten jedoch nur schöne und gesunde Flora - für Mißbildungen ist allein das Goo oder seltener das Original-Chaos verantwortlich.

Doch Matis niederer Abstammung wurden ungeduldig, als die Arbeit an Atys fast vollendet war. Sie erhöhten die Anzahl der Kami und pumpten auf diese Weise zuviel ursprüngliche Energie in Atys. Einer der Überwachungsmonde wurde dadurch zerstört; und die nunmehr nicht länger korrekt überwachten Pflanzen und Kreaturen entarteten.

Atys keimte chaotisch aus; der Planet nahm phantastische und gewundene Formen an. Tiere wurden vom Chaos infiziert und begannen, sich gegenseitig zu verschlingen. Auch die unsterblichen Matis wurden von dem entstehenden Goo in Mitleidenschaft gezogen. Jene, die infiziert waren, modellierten weiterhin auf Atys, aber sie vergrößerten die Degeneration nur und halfen den Wucherungen der degenerierten Pflanzen. Selbst die Kamis wurden nicht verschont, und sie begannen, sich gegen ihre Schöpfer aufzulehnen...

Edited 2 times | Last edited by Zhoi (1 decade ago)

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#4 [de] 

Danke Frau Lehrerin!
Das war ein sehr schöner Anschauungsunterricht!
Felagund schlendert zufrieden davon, setzt sich an den Strand und genießt das Gefühl des angenehm körnigen Sandes und des kühlenden Wassers unter seinen bloßen Füßen.

#5 [de] 

Das war mal sehr interessant Zhoi. :) ... hast du Dir das alles gemerkt oder gibts da noch alte Quellen?

#6 [de] 

Du meinst die alte Matis-Legende, Elizabeth? Naja, die hab ich mir - wie auch die Tryker- und Fyros-Legenden über das "Zeitalter des Samens" - vor Jahre Schnee mal aus dem Netz als Texte runtergespeichert. Leider waren sowohl die auf Deutsch übersetzten als auch die englischen Versionen beiderlei sehr krude, mit französischen Wortbrocken versetzt und teilweise grammatikalisch zum Haareraufen :D Und bedauerlicherweise habe ich die Zorai-Legenden zum "Age of Seed" auch nie finden können :( Naja, der Matis-Mythos ist ohnehin der beste; besonders dann der Teil mit den Kokons...

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#7 [de] 

Nach der Insolvenz von Nevrax ist ein Dokument in den Umlauf geraten, das die gesamte Hintergrundgeschichte von Ryzom beinhaltete, mit allen Auflösungen, Ryzom Bible genannt. Es ist nicht 100% sicher, dass es echt ist, aber zu 98% wahrscheinlich. Autor ist laut Dokument Paul Monk, damals Gamewriter bei Nevrax und das Dokument ist immerhin ganze 137 Seiten stark, das schreibt man nicht einfach mal so, um Leute an der Nase herumzuführen.

http://fr.linkedin.com/pub/paul-monk/1/4b0/74b
"Taking the lead from David Cohen's original idea, wrote the storyline, lore, short stories, encyclopaedic texts, place names along with their etymology, as well as the flora and fauna names with their characteristics. "


Ich möchte hier nichts spoilern und zuviel verraten, aber soviel zur Auflösung dieser ewigen sandigen Diskussion:
Bevor Atys so geworden ist, wie es heute ist, war Atys anscheinend ein ganz normaler Planet. Es wird nicht genau darauf eingegangen, aber es ist relativ abwegig, dass Atys nur aus organischen Materialien besteht.
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