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Protokolle der Kreissitzung

Ebensowenig werde ich mich zurückziehen, weil die Erleuchtete Fey-Lin Liang meine Stellung als Repräsentantin der Theokratie in einem Brief als unlogisch, unglaubwürdig und inakzeptabel bezeichnet hat, oder weil sie meinen Status als Ehren-Initiatin demnächst öffentlich in Zora anfechten möchte, um mich in die Regionalpolitik "abzuschieben" und so meine lästigen Widerrede gegen sie, wie beispielsweise ihre persönliche Interpretation der Prinzipien und des Glaubens der Zorai, endlich loszuwerden.

Nicht einmal deswegen werde ich gehen, weil die Senatorin bei den Akenaksitzungen alles Murmeln oder störende Einwürfe aus dem Publikum mit Hinauswurf bedroht hat, nachdem diese meine bisherige Gewohnheit angeprangert wurde; weswegen das Publikum bei Akenaksitzungen nun zu Gesten und anderen weit weniger fairen Mitteln der "Meinungsäußerung" greifen muß.

Und auch nicht deshalb, weil der Gouverneur von Avalae den Eindruck der Parteilichkeit erweckt hat, indem er meine Handzeichen wiederholt ignorierte, dem anwesenden Akenak Icus bevorzugende Freundlichkeit erwies - und nicht Icus' unangemessene Taktiken und Spott gegen mich ermahnte, sondern stattdessen von mir verlangte, meinen Einspruch nicht störend laut zu äußern.

Aber muß ich jetzt auch noch befürchten, daß die Weisen den Vorschlag der Erleuchteten Fey-Lin Liang nur allzu freudig begrüßen werden, den Vorsitz bei Kreisversammlungen in die Hand der zur Sprecherin "gewählten" Erleuchteten zu legen, um so weniger Arbeit zu haben? Die Mühe, vorgeschlagene Ereignisse umzusetzen, sogar Briefe zu lesen, ist ihnen ja bereits seit Ewigkeiten schon zu viel; vielleicht möchten sie ja daher nur allzu gern auch bei den Kreissitzungen noch weniger tun müssen?

Werden die Weisen immer und zu jeder Zeit alle Vorschläge der Erleuchteten akzeptieren, wenn nur genügend viele deren Freunde aus ihrer Stadt bei einer Abstimmung dem zustimmen? Zum Beispiel der neuen militaristisch-autoritären Sitzungsführung, da dies ja stark dem entspricht, was die bedauernswerte Bevölkerung von Jen-Lai schon seit langem gewöhnt ist?

Oder einem Ausschluß meiner Vorschläge bei nationalen Themen und ebenso meiner Stimme von nationalen Abstimmungen, wie es die Erleuchtete Fey-Lin Liang wünscht; womit sie mich aus ihren Augen haben und in die regionale Poltik abschieben will? Da wären die Weisen vielleicht sogar erleichtert, denn die Arbeit, die ich ihnen mit allerlei Anträgen für nationale Anliegen mache, wären sie dann ja bequem los?

Was für mich letztendlich alles entscheidet, ist die Haltung meiner eigenen Vorgesetzten. Ihre Worte sind meine einzige wahre Richtlinie; die Weisen sind meine Mentoren und Vorbilder. Leider muß ich aber befürchten, daß ich in ihren Augen schon heute nichts weiter als ein lägstiges Ärgernis bin, wenn sie schon so lang blockieren, verschieben, ignorieren - und seit einigen Zyklen nicht einmal mehr meine Briefe lesen.

Wenn sich dazu noch weitere oder sogar noch eindeutigere abweisende Entscheidungen der Weisen gesellen sollten, indem sie den herrschsüchtigen Forderungen der Erleuchteten Fey-Lin Liang und ihrer Unterstützer nachgeben, muß ich den Versuch meines Engagements für die Theokratie, die Natur unseres Landes und das Volk der Zorai als verloren ansehen.

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